Der Gründer

Der Gründer

Mein Name ist Christian Geers,
ich bin geboren in Lutherstadt Wittenberg am 27.01.1987.
Im Jahr 1991 verstarb meine Mutter mit einem Alter von 39 Jahren. Zu dieser Zeit war
ich 4 Jahre alt und bekam es nicht mit, dass jemand in meinen Leben fehlen würde.
Danach war unser Weg öfters nach Halberstadt, wo sich gerade auch mein Vater bei meiner Tante ausprechen und immer ein Rat holen konnte.
Mein Vater lernte eine neue Frau kennen. Sie brachte 3 Kinder in die Beziehung. Bei uns waren Wir insgesamt 4 Kinder. Somit hat sich unsere alte Familie mit der neuen Familie zusammen gefunden und wir wurden zu ein noch größeren Gruppenleben geführt. Es machte für mich, da noch den Eindruck es sei alles gut. Aber es war nicht so. Mein Vater sowie auch die neue Lebensgefährdten waren dem Alkohol verfallen. So ging auch meiner großer Bruder Dirk fort und fing sein eigenes Leben an. Bruder Rocco kam in ein Heim für Behinderte. So auch mein Bruder Oliver kam ins Kinderheim, hier war ich im Schulalter gewesen, als Oiver auch nicht mehr an unseren Familienleben teilgenommen hat. Nun war ich das einzigste Kind von Mutters Seite und noch die anderen 3 Stiefgeschwister. Mit meinen Stiefbruder Marcel teilte ich mir ein Zimmer. Mit ihm kam ich sehr gut Klar. Wir haben immer Blödsinn gebaut wie Kinder so sind. Ich habe mich auch mit ihm gestritten, aber alles war ganz normal. Marcel wurde bevorzugt in Sachen Bestrafung, er kam
weniger Schläge von meinem Vater als ich. Er hatte Probleme mit seinem Ohr und wurde vom Auto angefahren. Er wurde nach dem Unfall reabilitiert. Damit hatte er immer gute Karten gehabt – keine Schläge einzustecken. Ich habe alles immer abbekommen. Am Anfang war es wie strenge Erziehung. Danach wurde auf mich eingeprügelt. Ich bekam von mein Vater tritte in den Hintern und in den Bauch bis ich aus dem Mund blutete. Ich lag danach immer verkrampft auf dem Boden. Das Jugendamt dachte anfangs ich wäre das Problem. Ich kam zur erzieherischen Förderung in eine Tagesgruppe. Die Einrichtung holte die Kinder meist nach der Schule ab und verbrachte mit uns den Tag bis am Abend. Es wurde gemeinsam Mittag gegessen, Hausaufgaben für die Schule gemacht und auch
etwas unternommen in der Freizeit. Am Abend wurden wir nach Hause gefahren. Nach über ein Jahr in der Tagesgruppe kam mein Vater zum zweiten Mal nach Treuenbrietzen zur Alkoholentzugs- Kur. Meine Stiefmutter bat das Jugendamt mich in ein Kinderheim zu bringen. Somit kam der Heimleiter aus dem Kinderhaus Kropstädt und nahm mich mit. Ich hatte Anfangs sehr Angst davor, aber es war wie eine kleine Familie da. Ich fühlte mich wie zu Hause dort. Nach und nach wurde über mein Familienleben gesprochen und man fing mir an zu Glauben, dass ich von mein Vater geschlagen wurde. Ich entschied mich im Kinderhaus zu verbleiben, da ich mich so besser fühlte. Mein Wunsch wurde mir erfüllt.
Nach 4 Jahren im Heim hat mein Vater wieder Kontakt mit mir aufgenommen und sich für alles entschuldigt. Ich gabe mein Vater die Chance, weil er ist mein Vater den ich Liebe. Ich habe erstmal Tagesbesuche bei seiner wieder neuen vereinten Freundin gemacht. Nach und nach wurden es mehr. Bis ich jedes zweites Wochenende da war und auch die Ferien verbrachte ich bei meinen Vater. Schade, mein Vater war immer noch den Alkohol verfallen. Er kam nicht von der Flasche. Aber hat mich seit mein ersten Besuch nicht mehr Geschlagen. Im Jahr 2004 verstab dann mein Vater mit 42 Jahren an den ALKOHOL. Ich war am Boden zerstört. Jetzt hatte ich keinen mehr. So waren meine Gedanken. Aber nach vielen Gesprächen habe ich mich entschlossen nicht meine Bildung somit auch Zukunft sausen zu lassen. Ich habe über 6 Jahre meine Zeit im Kinderheim verbracht, danach wurde ich ca. 2 Jahre in Wittenberg betreut. Ich hatte meine erste Wohnung die ich mir nach und nach eingerichtet habe. So stand mir nichts mehr im Weg, mein eigenes Leben aufzubauen. Jetzt war mir die Bildung und meine Person wichtig. Ich hatte nur den Hauptschulabschluss vorher. Ich entschloss mich auf der Berufsbildenden Schule (Fachrichtung: Sozialpflege) mein Realabschluss nach zu holen. 2 Jahre später hatte ich mein Abschluss. Ich wollte in die soziale Richtung gehen. Also habe ich mir gedacht den Beruf Staatlich geprüften Sozialassistent zu lernen, dass tat ich auch und erreichte mein Ziel. Später besuchte ich für ein Jahr die Fachoberschule Sozialwesen in Bitterfeld. Danach absolvierte ich mein Zivildienst und dann arbeitete ich im Einzelhandel. Jetzt bin ich im Krankenhaus Lutherstadt Wittenberg als Patientenbegleitdienst tätig seit Oktober 2011. Aufgrund meiner Vergangenheit entschloss ich mich Ehrenamtlich ein eigenes Projekt zu gründen. Am 19.07.2010 war es soweit, die Suche nach vermissten Kindern im Internet mit Öffentlichkeitsarbeit.

Das ist für mich alles, Helfen zu Helfen!